Beschwerdebilder

Zyklusbeschwerden und PMS

Menstruationsbeschwerden sind nicht „normal“

Viele Frauen klagen während der monatlichen Blutung über Beschwerden. Ist die Regelblutung besonders stark, lang anhaltend oder schmerzhaft, kann das belastend sein. Auch eine zu schwache oder gar ausbleibende Blutung zählt zu den Zyklusstörungen.

Ein leichtes Ziehen im Rücken oder leichte Krämpfe im Unterleib werden weitgehend als „normal“ betrachtet – wenngleich aus meiner Sicht die Blutung völlig ohne Beschwerden ablaufen sollte. Oft kann hier die Gabe von Magnesium schon Linderung verschaffen. Anders sieht es aus, wenn Schmerzmittel zur Dauermedikation während der „Tage“ werden.

Menstruationsbeschwerden in den Wechseljahren

Während der Wechseljahre kann es durch die hormonelle Umstellung anfangs zu sehr starken und gegen Ende der Wechseljahre manchmal auch zu einer sehr schwachen Blutung kommen. Während letztere oft nicht behandlungsbedürftig ist, führen lang anhaltende oder starke Blutungen zu Blutverlusten mit Eisenmangel, Schwindel, Kurzatmigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit. Das reicht bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. An Aktivitäten wie Sport oder mehrstündige Treffen mit Freunden ist erst gar nicht zu denken. Viele Frauen scheuen die Öffentlichkeit, weil sie peinliche Komplikationen befürchten.

Wie sieht eine naturheilkundliche Therapie aus?

Zunächst sind normale Zyklusstörungen oder Menstruationsbeschwerden vor und während der Wechseljahre keine Indikation für starke Medikamente, Ausschabungen oder Operationen wie sie manchmal von Gynäkologen empfohlen werden. Eine sanft dosierte bioidentische Hormontherapie, ausgewählte Frauenkräuter, die Rückkehr zu unserem urweiblichen Verständnis für all die weiblichen Kräfte, die in uns herrschen, schaffen nach meiner Erkenntnis wieder Gesundheit und Wohlbefinden.

Können organische Ursachen wie Myome, Zysten oder eine Endometriose ausgeschlossen werden, kann eine ganzheitliche Therapie beginnen. Wie diese aussieht, ist individuell. Schmerzmittel sind bei Krämpfen aus meiner Sicht nicht die Lösung. Schließlich schneiden Sie auch nicht das Kabel durch, wenn bei ihrem Auto eine Kontrollleuchte aufleuchtet, sondern Sie beheben die Ursache.

Es gibt eine Reihe pflanzlicher Heilmittel, die traditionell genutzt werden, wenn die Frauengesundheit aus der Balance geraten ist. Pflanzen haben in der Frauenheilkunde schon deshalb eine große geschichtliche Bedeutung, weil Fruchtbarkeit und Fortpflanzungsfähigkeit die Sicherstellung der Art gewährleistet.

Beifuß, Brennnessel, Frauenmantel, Granatapfel, Hirtentäschel, Mönchpfeffer, Mutterkraut, Rosmarin, Schafgarbe oder die Yamswurzel sind nach meiner Erfahrung Beispiele klassischer Frauenkräuter. Da ich immer eine individuelle Behandlung anstrebe, ist häufig eine Mischung mehrerer dieser Frauenkräuter die Lösung. Gerne berate ich Sie hierzu.

PMS  - Die Tage vor den Tagen

Sie ist keine Erkrankung. Und trotzdem können die Tage vor den Tagen für einige Frauen sehr belastend sein. Per Definition sind mit PMS eine komplexe Anhäufung körperlicher und psychischer Symptome wenige Tage bis zu zwei Wochen vor Einsetzen der Blutung gemeint, die mit dem Beginn der Monatsblutung wieder verschwinden. Verschiebungen im Hormonhaushalt scheinen also eine zentrale Rolle zu spielen.

Vom prämenstruellen Syndrom sind vor allem Frauen nach dem 30. Lebensjahr betroffen. Wenn dann nach dem 40. Lebensjahr allmählich die Wechseljahre beginnen, klagen bis zu 80% über Beschwerden in verschiedenen Schweregraden. Bei einem kleinen Prozentsatz sind sie so massiv, dass sie ihre Lebensqualität und den Tagesablauf einschränken. Spätestens dann, wenn sich die Symptome auf das Privat- und Arbeitsleben auswirken, sollten Sie sich Unterstützung holen.

Wie sehen die Symptome des PMS aus?

Zu den charakteristischen körperlichen Symptomen zählen:
- Wassereinlagerungen
- Brustspannen
- Bauch-, Kopf- oder Rückenschmerzen
- Durchfall oder Verstopfung
- Kreislaufprobleme und Schwindel
- Heißhungerattacken wie auch Appetitlosigkeit.

Auch die psychische Ebene ist betroffen. Viele Frauen berichten von Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Hyperaktivität, Reizbarkeit, depressiven Verstimmungen, unerklärlichen Ängsten oder Antriebslosigkeit.

Wie sieht die Diagnostik bei PMS aus?

Frauen, die zu mir mit diesen Beschwerden kommen, haben oft schon mehrere Frauenärzte konsultiert und wollen sich mit der Aussage „damit müssen Sie leben“ oder mit einer symptomatischen Behandlung nicht zufrieden geben. Wichtig ist ein ausführliches Anamnesegespräch. Durch einen Labortest können wir Ihren Hormonspiegel bestimmen und zudem müssen auch andere Grunderkrankungen wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion oder Depression ausgeschlossen werden.

Mein Behandlungsansatz bei PMS

Ich kann Sie zum einen mit pflanzlichen Mitteln unterstützen. In Frage kommen beispielsweise der Mönchspfeffer, die Traubensilberkerze, Johanniskraut oder andere „Frauenkräuter“. Auch die bioidentische Hormontherapie kann das Mittel der Wahl sein. Häufig stelle ich bei den betroffenen Frauen ein Ungleichgewicht von Progesteron und Östradiol fest.

Möglicherweise fehlen Vitamine oder Spurenelemente. Häufig sind dies das Vitamin D, Magnesium, B-Vitamine oder Kalium. Manche Frauen sind durch die Anforderungen im Beruf und der Rolle als Mutter, Ehefrau und Hausfrau überlastet. Ich zeige Ihnen Möglichkeiten wie wieder in ihre Balance finden.

Selbst können Sie für ausreichend Schlaf und Bewegung sorgen. Eine ausgewogene Ernährung, Entspannungs- und Meditationsübungen oder moderater Sport können dazu beisteuern, damit die Tage vor den Tagen wieder erträglich werden.

 

Wenn Sie zu diesem Thema Unterstützung brauchen, erreichen Sie mich über das Kontaktformular auf der Webseite, unter der eMail-Adresse Naturheilraum@web.de oder kommen Sie einfach nach telefonischer Vereinbarung bei mir in Schwandorf am Marktplatz 19 vorbei. Die Praxis ist gut über die A93 von Regensburg bzw. Weiden erreichbar.

Zuletzt aktualisiert am 15.02.2019 von Claudia Ritter.

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