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Bluthochdruck

Bluthochdruck

verursacht meist keine Schmerzen, aber hinterlässt oft bleibende Schäden. Die natürlichen Behandlungssäulen einer Bluthochdrucktherapie können eine echte Alternative zu Tabletten sein, denn sie senken nur nicht nur hohen Blutdruck, sondern verbessern grundlegend die Struktur in den Gefäßen sowie die Durchblutung.

Sie können viel tun

Wurde bei Ihnen Bluthochdruck festgestellt und möchten Sie in Zukunft weniger oder keine chemischen Medikamente mehr einnehmen? Wenn Sie motiviert sind, selbst etwas gegen hohe Blutdruckwerte zu tun, dann sind Sie bei mir richtg. Dass ein anhaltend hoher Blutdruck auf Dauer die Gefäße und einige Organe massiv belastet und deshalb gesenkt werden muss, steht außer Frage. In vielen Fällen lassen sich erhöhte Werte durch naturheilkundliche Anwendungen senken. Die Erfolge können dabei so groß sein, dass einige Menschen ganz auf die Arzneien aus der Schulmedizin verzichten können. Für alle, die dennoch konventionelle Medikamente brauchen, haben die natürlichen Blutdrucksenker den großen Vorteil, dass sie zusätzlich zu Medikamenten eingenommen werden können, da es meist keine unerwünschten Wechselwirkungen gibt.

Aus dem großen Topf der zahlreichen naturheilkundlichen Möglichkeiten zur Blutdrucksenkung kommen vorrangig Heilpflanzenanwendungen, homöopathische Mittel, Vitalstoffe, Ernährungstipps oder Veränderungen des Lebensstils in Frage.  

Mehr Informationen und Praxistipps finden Sie in meinem Ratgeber

Natürliche Blutdrucksenker
- erscheint im Herbst 2021 im Gräfe und Unzer Verlag
- die Eckdaten folgen noch

Auszüge aus dem Buch

Ursachen für bluthochdruck

Der Begriff Bluthochdruck wird meist im Sinne von arterieller Hypertonie verwendet. Es gibt aber noch andere und seltene Formen von Hypertonie, etwa den Lungenhochdruck. Etwa ein Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet an Lungenhochdruck, der je nach Ursache behandelt werden muss. Hauptsächlich sind jedoch der primäre und sekundäre Hochdruck von Bedeutung. Vor allem das Trio dauerhafter Stress, wenig Bewegung und ungesunde Ernährung wirken sich sehr ungünstig aus.

Primär oder sekundär?

Bei etwa 85 bis 90 Prozent aller Menschen entwickelt sich Bluthochdruck ohne organische Ursache. Er wird als primärer (essentieller) Hochdruck bezeichnet. Bei der sekundären Hypertonie sind andere Erkrankungen die Ursache für den Bluthochdruck. Wodurch primärer Hochdruck genau entsteht, ist noch nicht bekannt. Man kennt aber mehrere Faktoren, welche die Entstehung dieser Form von Bluthochdruck begünstigen:

PRIMÄRER HOCHDRUCK

Diese Form von Hochdruck entwickelt sich oft schleichend über Jahre hinweg. Doch Sie haben es in der Hand: Zugegeben nicht alle, aber viele Faktoren lassen sich gut beeinflussen, wodurch das Risiko für die Entstehung von Bluthochdruck sinkt.

  • Genetische Veranlagung. Ungesunder Lebensstil ist es nicht allein! Bluthochdruck hat eine erbliche Komponente. Forscher der Universität London fanden mehr als 100 Genvarianten, die den Blutdruck beeinflussen. Eine Veranlagung ist jedoch kein Schicksal, sie ist lediglich die Achillessehne, die ein besonderes Augenmerk erfordert.
  • Übergewicht. Viel Fett, viel Zucker und eine erhöhte Kalorienzufuhr: Rund 60 Prozent aller Hypertoniker sind übergewichtig. Bei einem Body-Mass-Index = BMI >25 und Fettdepots im Bauchbereich erhöht sich sowohl das Risiko für hohe Blutfettspiegel als auch einer Blutdrucksteigerung. Hierbei kommt der Fettverteilung eine große Bedeutung zu. Gerade die Fettzellen im Bauch haben es in sich. Sie bilden Botenstoffe, durch die sich die Blutgefäße zusammenziehen. Das erhöht den Blutdruck. Der Taillenumfang sollte bei Frauen 88 cm und bei Männern 102 cm nicht überschreiten. Mit wachsendem Bauchumfang vom „Apfeltyp“ steigt also das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Hoher Salzkonsum. Vor allem industriell gefertigte Nahrungsmittel enthalten viel Kochsalz. Wenn Sie zu den salzempfindlichen Menschen gehören, profitieren Sie von weniger Salzkonsum. Doch auch für alle anderen gilt: Achten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe stets auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung und verringern Sie die Salzzufuhr zugunsten von Kräutern und Gewürzen.
  • Wenig Bewegung und Sport. Wenn die Muskulatur nicht mehr gefordert wird, bildet sie sich zurück. Glücklicherweise lässt sich Muskelschwund durch regelmäßige Bewegung rückgängig machen, sodass wieder mehr Fette abgebaut und Zucker verbrannt werden können.
  • Hoher Konsum von Genussmitteln und Drogen. Während Kaffee in Maßen genossen einen geringen Blutdruckanstieg bewirkt, kann durch chronisch hohen Alkoholkonsum hoher Blutdruck entstehen. Alkohol aktiviert das vegetative Nervensystem, dadurch schlägt das Herz schneller und pumpt mehr Blut in die Arterien. Zudem erleiden Leber und Gehirn Schäden. Rauchen ist wie Drogenkonsum Gift für die Gefäße, der Sauerstoffgehalt im Blut ist geringer als bei Nichtrauchern und führt durch die hohe Anzahl freier Radikale zur Arterienverkalkung. Also: Weg mit der Kippe.
  • Hohes Lebensalter. Offenbar besteht auch ein Zusammenhang zwischen Hypertonie und dem Lebensalter. Bei Frauen treten dauerhafter Bluthochdruck wie auch Blutdruckschwankungen mit dem Ende der fruchtbaren Jahre gehäuft auf, bei Männern nach dem 55. Lebensjahr.
  • Diabetiker und Menschen mit Fettstoffwechselstörungen haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, Bluthochdruck zu entwickeln.
  • Dauerhafter Stress wirkt sich negativ aus auf den Blutdruck aus. Ärger, Überforderung, Mobbing, Schichtdienst, Ängste, Panik oder Schlafmangel erhöhen den Spiegel der Stresshormone wie etwa den Cortisolspiegel. Diese bewirken, dass sich die Muskulatur in den Blutgefäßen zusammenzieht, dadurch der Gefäßwiderstand zunimmt und der Blutdruck ansteigt.
  • Auch Umgebungsbelastungen wie Lärm (Straßenlärm und Fluglärm) und extreme Kälte sind Faktoren, die bei der Entstehung von Bluthochdruck eine Rolle spielen.

Einfluss hormoneller verhütung

Künstliche Hormone wie Pille, Dreimonatsspritze, Verhütungspflaster oder Hormonspiralen erhöhen das Risiko, einen Bluthochdruck zu entwickeln. Kommen im Alltag der Frau noch Stress, Übergewicht und Rauchen zur hormonellen Verhütung hinzu, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um ein Vielfaches. Frauen, die synthetische Hormone einnehmen, sollten deshalb regelmäßig den Blutdruck kontrollieren lassen.

SEKUNDÄRER HOCHDRUCK

Die Bluthochdruck-Ursachen der sekundären Hypertonie sind Folgen anderer Erkrankungen. Sie machen rund 10 bis 15 Prozent aller Ursachen aus. Durch die Behandlung der Grunderkrankung kann oftmals auch der Blutdruck gesenkt werden.

  • Chronische Nierenerkrankungen wie eine chronische Glomerulonephritis oder Zystennieren, aber auch Gefäßverengungen insbesondere Verengungen der Nierenarterien (Nierenarterienstenose), oder eine angeborene Verengung der Hauptschlagader (Aortenisthmusstenose) sind Auslöser eines sekundären Bluthochdrucks.
  • Tumoren der Nebennieren können eine autonome Überproduktion des Hormons Aldosteron verursachen. Mediziner sprechen vom primären Hyperaldosteronismus oder Conn-Syndrom. Zu den Tumoren der Nebenniere zählt auch das Phäochromozytom, eine meist gutartige Geschwulst des Nebennierenmarks, das vermehrt zur Bildung der blutdrucksteigernden Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin führt.
  • Auch Medikamente kommen in Frage. Verhütungsmittel (Pille, Hormonspirale), hohe Kortisongaben, Mittel zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen oder Krebsmedikamente können den Blutdruck erhöhen. Das gilt auch für frei verkäufliche Präparate, die gegen Schmerzen und Fieber vor allem in der Erkältungszeit eingenommen und als nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden. Dazu zählen Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol wie auch Nasentropfen.
  • Eine der häufigsten Ursachen für sekundäre Hypertonie ist das Schlafapnoe-Syndrom. Schlafapnoe bedeutet übersetzt „Atemstillstand im Schlaf“. Die Atemwege der Betroffenen sind so verengt, dass eine Atmung deutlich erschwert wird oder sogar für einige Sekunden aussetzt. Durch das spontane Wiedereinsetzen der Atmung entstehen nicht nur laute Atemgeräusche, das Schnarchen – und durch die damit verbundene Weckreaktion auch ein Anstieg von Stresshormonen -, sondern auch ein Abfall der Sauerstoffkonzentration im Blut was wiederrum den Blutdruck steigen lässt. Ab dem 65. Lebensjahr sind bis zu 50 Prozent aller Menschen davon betroffen, Männer noch mehr als Frauen. Schlafapnoe wird durch mobiles Monitoring oder im Schlaflabor diagnostiziert.
  • Hormonstörungen. Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) tritt häufiger im Zusammenhang mit Bluthochdruck auf. Hier führt eine medikamentöse Behandlung der Schilddrüse zum Sinken des Blutdrucks. Auch Tumoren in der Hirnanhangdrüse und eine dadurch hervorgerufene Ausschüttung von Wachstumshormonen (Akromegalie) gehören zu den hormonbedingten Störungen für einen sekundären Bluthochdruck und nicht selten kommt es bei Frauen in den Wechseljahren zu belastenden Blutdruckschwankungen.

 

Zuletzt aktualisiert am 03.02.2021 von Claudia Ritter.

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