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Angst / Angststörungen

Angsterkrankungen haben zugenommen

Ängste haben viele Facetten. Manchmal lähmen sie uns im Handeln, machen krank oder treiben uns zu Höchstleistungen. Dabei ist die Angst ein Grundgefühl, die wie Freude, Lust oder Zorn jeder Mensch kennt. Sie ist so alt wie die Menschheit selbst und ein wichtiger Schutz. Denn sie bewahrt vor unüberlegtem Handeln und aktiviert die letzten Reserven, wenn wir in heiklen Situationen oder bei Gefahr mit Flucht und Aktivität reagieren müssen. In den meisten Fällen ist Angst also eine gesunde Reaktion auf eine bedrohliche Situation.

Manchmal verselbständigt sich dieses im Prinzip so nützliche Gefühl. Einige empfinden dann Ängste so stark, dass die Lebensqualität stark einschränkt ist. Angsterkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Sie hindern die Betroffenen daran, ihr Leben frei zu gestalten und schränken ihre Möglichkeiten und ihr Potential im Beruf, im Alltag oder besonderen Situationen stark ein.

 

Oft sind Ängste nur ein vorübergehender Zustand

Vielleicht fürchten Sie sich nur vor einzelnen Dingen oder Situationen, haben beispielsweise eine überstarke Prüfungsangst, können kein Blut sehen, fürchten sich vor Spinnen, Autofahren oder Menschenansammlungen. Wenn Sie ständig mit übergroßen Ängsten zu tun haben, etwa in Form von Sozialangst, unter Panikattacken oder spezifischen Angststörungen leiden wie etwa der Klaustrophobie (Angst, in Räumen eingeschlossen zu sein und sich nicht befreien zu können), dann sollten Sie sich in therapeutische Hände begeben. Denn eine dauerhafte Angst schwächt nicht nur das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit in der eigenen Mitte zu sein. Sie ist zudem ein großer Energieräuber, der boykottiert und verhindert, sich aus eigener Kraft zu regenerieren.

Was kann zu Ängsten führen?

Häufig fußen Ängste auf frühen und traumatisch erlebten Kindheitserfahrungen, falschen Erziehungsmustern oder auch traumatisierenden Ereignissen der jüngeren Vergangenheit. Auch körperliche Ursachen können zu Ängsten führen; allen voran Schilddrüsenfehlfunktionen, Vitamin B-Mangelzustände, Lebererkrankungen, ein gestörter Kalziumhaushalt oder bestimmte Medikamente (Antidepressiva, Antihistaminika, Herz-Kreislaufmittel, Schilddrüsenmedikamente).

Wege aus der Angst

Benennt man die Angst, ist dies oft schon ein erster wichtiger Schritt zur Gesundung. Weiter sind Atemübungen eine sehr effektive Hilfe. Sie sind leicht zu erlernen und können ohne Hilfsmittel überall angewendet werden. Versuchen Sie langsam zu atmen und achten Sie vor allem auf das Ausatmen, denn dies beruhigt den Körper. Hilfreich kann auch Ausdauersport sein. Durch die körperliche Anstrengung erhöht sich Ihre Herz- und Atemfrequenz sowie der Blutdruck und Sie kommen ins Schwitzen. Das nimmt die Angst vor körperlichen Symptomen.

Trotz vieler hilfreicher Übungen, die Sie auch alleine durchführen können, kann es sinnvoll sein, sich professionelle Hilfe zu suchen. Das gilt vor allem dann, wenn Sie die Ängste zu Verhaltensänderungen in Richtung Rückzug zwingen. In meiner Praxis erhalten Sie beispielsweise eine Unterstützung in Form einer Rückführung. Meine Aufgabe besteht während einer Rückführung darin, Sie völlig angstfrei durch die Ereignisse hindurchzuführen. Hierbei geht es niemals um eine Retraumatisierung, sondern um das Betrachten der angstauslösenden Situation mit dem Ziel, diese anschließend mit positiven Affirmationen aufzulösen. Warum zuerst die angstauslösende Situation gelöst werden sollte, bevor die positiven Affirmationen beginnen, erfahren Sie in dem verlinkten Video.

 

Medikamente gegen die Angst

Anxiolytika, also angstlösende Medikamente, werden von Ärzten verschrieben um die Angst zu mindern. Sie eignen sich zur Behandlung von Panikattacken, starken Angstschüben oder anderen Angsterkrankungen. Für diese Erkrankungen eignen sich beispielsweise Beruhigungsmittel. Sie lösen Spannungen sowie Ängste und wirken besonders schnell, sodass Ängste innerhalb von Stunden oder gar Minuten abklingen. Zur Dauerbehandlung sind solche Mittel weniger gut geeignet, da sie möglicherweise Schläfrigkeit oder die Beeinträchtigung der Konzentration und geistigen Leistungsfähigkeit hervorrufen. Problematisch ist auch der Gewöhnungseffekt, der bereits nach ein bis zwei Wochen Einnahmedauer auftreten kann.

Pflanzliche Arzneimittel, die die Angst lösen

Pflanzliche Arzneimittel sind nach meiner Erkenntnis frei von dieser Gefahr. Gerade bei leichteren Beschwerden, die jedoch die Lebensqualität beeinträchtigen, sind sie ein wichtiges Argument. Die Natur bietet eine Fülle von Kräutern, die sowohl Körper, Geist und Seele positiv beeinflussen. Entspannende und angstlösende Pflanzenzubereitungen aus Lavendel, Baldrian, Engelwurz, Hopfen, Passionsblume oder Pomeranzenblüten unterstützen hierbei Ihre Gesundheit. Wenn Sie angstösende Medikamente einnehmen und diese gleichzeitig mit pflanzlichen Präparaten kombinieren möchten, sollten Sie sich jedoch beraten lassen, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

 

Wenn Sie zu diesem Thema Unterstützung brauchen, erreichen Sie mich über das Kontaktformular auf der Webseite, unter der eMail-Adresse Naturheilraum@web.de oder kommen Sie nach telefonischer Vereinbarung bei mir in Schwandorf am Marktplatz 19 vorbei. Die Praxis ist gut über die A93 von Regensburg bzw. Weiden erreichbar.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2020 von Claudia Ritter.

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